Nachruf – Franz Fortunat

29.01.2016

Franz

Liebe Trauerfamilie!
Sehr geehrter Herr Pfarrer!
Geschätzte Trauergemeinde!

Mit großer Betroffenheit haben wir die Nachricht vom plötzlichen Tod von Franz Fortunat aufgenommen und begleiten nun unseren Kollegen, Freund und Kamerad auf seinen Weg zur letzten Ruhestätte.

Es ist immer schwierig vor einem offenen Grab zu stehen und die geeigneten Worte zu finden.

Was sollten diese Worte bewirken? Sollten sie auf der einen Seite die Hinterbliebenen in ihrem Schmerz trösten oder sollte man das Leben unseres Bergrettungskameraden nochmals vorüberziehen lassen.
Der Tod gehört wie die Geburt zum Werdegang eines Lebens – obwohl wir fast immer darauf vorbereitet sind, stimmt uns ein unerwartetes Ableben immer schmerzlich ja sogar erfüllt es uns mit Trauer.

Anderl Heckmair – einer der Erstbesteiger der Eiger Nordwand sagte:
Ein Bergsteiger ist meines Erachtens nicht, wer nur extreme Touren unternimmt oder nur eine Zeit lang „bergsportlich“ tätig ist, sondern wer auf Dauer dem Berg im weitesten Sinne als Lebensideal verbunden bleibt. 

Dieses Lebensideal passte genau auf unseren Bergrettungskameraden Franz.

Als Ortsstellenleiter des Österreichischen Bergrettungsdienstes darf ich Franz im Namen der Landesleitung, der Ortsstelle und vor allem seiner Kameraden die letzten Grüße überbringen. Die letzten Grüße und ein Dankeschön für die gemeinsam erlebte Zeit, für die gemeinsam durchgeführten Übungen, für die gemeinsam bewältigten Einsätze.

Franz wurde am 4. September 1955 in Bleiberg geboren. Seine Liebe galt schon als Jugendlicher den Bergen.

Mit voller Überzeugung trat er 1988 dem Österreichischen Bergrettungsdienst bei. So wurde die Bergrettung und die damit verbundene Kameradschaft sowie die Bereitschaft, in Not geratenen Menschen zu helfen seine Berufung. Er arbeitete eher im Hintergrund, brachte aber seine mehrere Jahrzehnte lange praktischen Erfahrungen in die Ausbildung der Bergrettung ein.

Franz war über 28 Jahre im Bergrettungsdienst tätig und erwarb sich während dieser Zeit allgemeine Anerkennung und Wertschätzung. Mit seiner hohen bergsteigerischen und sozialen Kompetenz konnte er immer wieder Impulse setzen und so einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung unserer Ortsstelle beitragen.

Seine Kompetenz war bei seinen Kameraden sehr geschätzt. Mit großem Respekt blicken wir auf sein Engagement und Freude am Bergsteigen zurück. Er gab sein reiches Wissen gerne und selbstverständlich an die Jugend weiter, um so für die Zukunft der Ortsstelle nachhaltig zu sichern und weiterentwickeln zu können.

Dieser kurze Überblick über das Leben des Verstorbenen zeigt uns seine tiefe Verbundenheit und Treue zu unserer Rettungsorganisation. Dafür möchte ich mich im Namen des Österreichischen Bergrettungsdienstes, Ortsstelle Kötschach Mauthen bei Franz Fortunat ein letztes Mal bedanken. Ich sage Dank für 28 Jahre Kameradschaft, die immer von Loyalität und Vertrauen getragen war.

Liebe Trauerfamilie, wir fühlen mit euch und teilen euren Schmerz. Wir haben alle einen guten Freund und ehrsamen Kameraden verloren.

Dir lieber Franz, ein letztes Berg Heil!

 Nachruf von Klaus Hohenwarter

 




Die Ortsstelle trauert um Franz Fortunat

25.01.2016

Die Nachricht vom plötzlichen Tod unseres geschätzten Kameraden Franz Fortunat hat uns tief getroffen. Unsere Trauer und unser Beileid gilt Deinen Hinterbliebenen.

Es gibt viel Trauriges in der Welt und viel Schönes –
manchmal scheint das Traurige mehr Gewalt zu haben,
als man ertragen kann.
Dann stärkt sich indessen leise das Schöne
und berührt wieder unsere Seele.
Hugo von Hofmannsthal

Franz_Fortunat

Für das Team der Bergrettung Kötschach-Mauthen
Klaus Hohenwarter

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