Tourenwochenende Matreier Tauernhaus

27.03.2015

Samstag – 14. März 5 Uhr früh – der Wecker klingelt. Es geht los, das alljährliche Tourenwochenende. Schnell nochmal den Rucksack überprüfen. Habe ich auch ja alles dabei?

LVS, Schaufel, Sonde – Check

Jacke, Handschuhe, Sonnenbrille – Check

Tee, Müsliriegel – Check

Steigeisen, Eispickel, Harscheisen – Check

Achja Klettergurt und Seil nicht vergessen denn heuer geht es in die Venedigergruppe. Am Gletscher werden wir diese Sachen benötigen. 6:45 Uhr auf geht’s, rein mit dem Zeug ins Auto und auf zum Matreier Tauernhaus. Dieses dient als Basislager für die kommenden zwei Tage.

Nach einem schnellen Kaffee, besprechen wir uns wegen der Tourenziele. Fünf unterschiedliche Ziele werden auserkoren. So ziemlich das Maximum für eine elf Mann starke Gruppe. Jeweils zwei von uns machen sich zu den folgenden Zielen auf: Wildenkogel (3022 m), Rote Saile (2994 m), Weißeneckscharte (2637 m) und Hoher Zaun (3467 m). Bleiben noch drei Kameraden übrig. Diese nehmen, wie könnte es in der Venedigergruppe auch anders sein, den Großvenediger (3674 m) in Angriff. Für fast alle oben genannten Ziele startet die Tour mit dem Flachstück hinein ins Innergschlöß. Erst ab dort beginnen dann die Anstiege. Deutlich zu erkennen ist jene Spur, welche Richtung Prager Hütte und dann weiter auf den Großvenediger führt. Am Talschluss zieht sie sich den Hang hinauf. Viel wichtiger ist aber eine andere Tatsache, die wir ausmachen können, es liegt frischer Pulverschnee. Durch diese Erkenntnis steigt die Motivation so rapide an, dass auch die Schrittfrequenz steigt. Etwas zu schnell für eine Schitour mit mehr als 2000 Höhenmetern wird in den ersten Hang gestartet. Aber schnell wird das Tempo wieder reduziert und die Tour in gewohntem Tempo fortgesetzt. Eine Zeit lang können wir die Dreiergruppe, bei unserem Aufstieg Richtung Hoher Zaun, am Gegenhang beobachten. Wir, das sind Hans und ich. Im Gegensatz zum Großvenediger ist am Hohen Zaun nicht so viel los, weshalb wir auch die gesamte Tour unsere eigene Spur anlegen dürfen. Würde nicht die Aussicht auf eine geniale Abfahrt im frischen Pulverschnee uns immer wieder neue Kräfte verleihen, wäre der Aufstieg irrsinnig hart gewesen. Aber nicht nur die Schneedecke verlieh uns immer wieder Motivation, auch das Panorama gibt uns stetig neue Kraft um weiter unsere Spur durch den Schnee zu legen. Am Gipfel war uns leider nur eine sehr kurze Rast vergönnt. Wegen des kräftigen Windes war es oben auf 3467 Metern sehr kalt. Auch gegenüber, am Großvenediger, war es nicht wärmer, wie uns das Dreierteam später an diesem Tag bei einem Bier berichtete. Sie waren die letzte Gruppe, welche nach einem äußerst gelungenen Tag wieder im Tauernhaus eintraf. Nun wurden die Erfahrungen des Tages ausgetauscht. Überall herrschten super Bedingungen, in den Nordhängen feinster Pulver und in den Südlagen Firn. Was will man denn mehr. Naja, wenn ich so an den nächsten Morgen denke würde ich sagen: „Gute Sicht!“. Über Nacht hatte es zugezogen und ein wenig geschneit. Dennoch entschieden wir uns loszugehen. Wenn ich mich recht erinnere waren es drei Gruppen die sich aufmachten um die Lage zu erkunden. Eine Gruppe marschierte wieder ins Innergschlöß und stieg Richtung Prager Hütte auf. Auf ca. 2100 m war Schluss – Null Sicht. Richtung Hochgasser marschierte eine weitere Gruppe, für diese war auf ca. 2400 m wegen der Sichtverhältnisse Schluss. Somit kehrten wir alle recht bald wieder ins Tauernhaus zurück. Dort gab es dann noch ein abschließendes Mittagessen. Um 14 Uhr ging es dann wieder Richtung Heimat. Um halb 4 war dann auch das diesjährige Tourenwochenende wieder Geschichte. Es war aber sicher nicht das letzte Mal das ich den Hatsch ins Innergschlöß in Kauf genommen habe. Dort gibt es noch viele Gipfel und Hänge die einen Ausflug zum Matreier Tauernhaus wert sind.

 




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