Weißer Knoten (2.865m)

27.03.2013

Der „Weiße Knoten“ ist eine leichtere Skitour, ausgehend vom Lucknerhausparkplatz in Richtung Osten über einen Weg bis zu einer kleinen Holzhütte. Dann leicht links bis zu einem Taleinschnitt rechts des Materialliftes der Glorerhütte. Am Talkessel unter der Glorerhütte sieht man vor sich bereits den Gipfel des Weissen Knotens. Leicht rechts geht es Richtung Glorerhütte und links Richtung Weissen Knoten. Ein ziemliches Stück unter dem Gipfelaufbau quert man links auf den SW Grat aus. Hier kann man je nach Schneeverhältnissen sogar bis kurz unter den Gipfel gehen. Ansonsten muss man die Ski die letzten 30-40 Höhenmeter tragen. Je nach Schneeverhältnissen ist die Abfahrt über den Südhang ein wahres Highlight. Ansonsten ist die Abfahrt über die Aufstiegsvariante zu wählen.
Die Tour mit ca. 950hm ist landschaftlich sehr schön, mit großartigem Blick auf den Glockner.
[Schurli]




Laserzkessel/Lavanter Alm

25.03.2013

Die vergangene Woche nützte ich mit Roland und Leo die Verhältnisse oberhalb der Dolomitenhütte zu erkunden! Ausgangspunkt Kreithof. Erster Eindruck, enorme Schneelage ab der Instein Alm.

Erstes Tourenziel war das Schartenschartl mit knapp 2.600m. Am Donnerstag spurten Leo und ich vorbei an der Abzweigung- Auerlingköpfl, weiter zur Karlsbader Hütte. (Neuschnee bis 70 cm!) Bei der dritten Tour entschieden Roland und ich, den gewaltigen Menschenansturm auf die Ödkarscharte auszuweichen und spurten über das Laserztörl mit 2.497m in die Lavanter Alm ,wo ich schon eine meiner nächsten Touren (Keilspitze und Grubenspitz) ausfindig machen konnte!

Die Abfahrten waren an allen drei Tagen perfekt!
[Günther]

 




Die ÖBRD-Landesversammlung in KöMau

21.03.2013

Ein Thema der Jahreshauptversammlung in Kötschach Mauthen am Samstag den 16.03.2013 war die Einsatzstatistik. Die Zahl der Einsätze der Bergrettungsleute in Kärnten hat sich zwar kaum verändert, dafür nehmen Dauer und Einsätze mit Großaufgebot immer mehr zu.

Wenn man von Statistiken spricht, denken viele nur an trockene Zahlen. Hinter einer Einsatzstatistik steht aber viel mehr, denn schließlich wurden die Bergretterinnen und Bergretter im Jahr 2012 nicht nur 207 Mal per SMS alarmiert, sie mussten zu mehr oder weniger aufwändigen, ge-fährlichen, anstrengenden, aber auch emotional mitreißenden Einsätzen ausrücken. So etwas kann nicht mit Zahlen beschrieben werden. Viel eher bleibt in Erinnerung, dass die Bergrettung z.B. im Februar 2012 innerhalb von vier Tagen zu drei Lawineneinsätzen ausrücken musste. Zu einem Einsatz mit glücklichem Ende kam es in den Nockbergen, nachdem eine ganze Familie bei einer Abfahrt im ungesicherten Skiraum von einer Lawine mitgerissen worden war. Frau und Tochter wurden verschüttet. Unvergessen bleibt auch ein ausgesprochen schwieriger und körperlich fordernder Einsatz der Heiligenbluter Bergrettung, die am 20. Mai einen Polen aus der Palavicini-Rinne retteten, der auf Grund von Steinschlag schwere Verletzungen im Brust und Beckenbereich erlitten hatte. Oder aber auch ein Einsatz Anfang September, als über zwei Tage hin- durch nach einem fünfjährigen Mädchen gesucht wurde. Selbst erfahrene Bergrettungskräfte konnten, nachdem das Mädchen völlig unversehrt aufgetaucht war, ihre emotionale Rührung nicht mehr unterdrücken.
1100 Stunden waren die fast 800 Bergrettungsleute 2011 im Einsatz. 2012 ist die Zahl der Einsatzstunden auf das vierfache geschnellt, bekräftigt Otmar Striednig, der Chef der Kärntner Bergrettung.
Die Zahl der Nicht-Österreicher die geborgen werden liegt – wie üblich – etwas über der Zahl der Österreicher. Insgesamt wurden 2012 350 Menschen vom Berg geholt. Ausreißer sind die Unfälle auf den Pisten – 20 Prozent Plus. Auffällig ist, dass zunehmend Paragleiter-Piloten von Bäumen geholt werden müssen. Von 2011 auf 2012 hat sich die Zahl auf 22 fast verdoppelt.

Bei der Jahreshauptversammlung wurde auch der toten Bergrettunsgleute gedacht – in den vergangen zwölf Monaten sind drei Männer und eine Frau aus ihren Reihen ums Leben gekommen. Im Herbst ein Arzt als Kletterer in Italien und im Jänner drei Lesachtaler bei einer privaten Schitour von einer Lawine verschüttet. Striednig: „Wir versuchen, aus solchen Ereignissen unsere Lehren zu ziehen. Wir sollten uns, vor allem wenn Experten dabei sind, unterhalten und abschätzen, ob es noch sinnvoll ist, weiterzugehen.“

Auch die erfahrensten Alpinisten – und manchmal gerade diese – sind gefährdet. Anlass bei der Rettungsorganisation auch darüber nachzudenken wie weit man an seine Grenzen und die Grenzen des Machbaren geht, wenn sie wie im vergangenen Jahr fast 300 Verletzte vom Berg retten.

Zusammenfassend kann angemerkt werden, dass die Bergrettung im Umkreis der größten Ballungszentren Kärntens (viele Bergsteiger – größere Wahrscheinlichkeit für Unfälle) und in jenen Gebieten, wo Trendsportarten angeboten werden, am stärksten gefordert ist.

Bei der Landesversammlung, welche in diesem Jahr am 16. März im Festsaal der Marktgemeinde Kötschach-Mauthen abgehalten wurde, wurden auch die Details zur Ausbildung, Medizin präsentiert. Vorallem aber wurden unsere Kameraden für Fortunat Franz und Patterer Heribert für 25 Jahre, Kristler Sigi für 50 Jahre und Zojer Herbert für 60 Jahre ÖBRD ausgezeichnet.

Bedanken möchte ich wir uns auf diesem Wege bei unserem Sponsor, der Kärntner Raiffeisenbanken und der Raiffeisenlandesbank Kärnten für ihre sehr großzügige Unterstützung.




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