Lawinensituation nicht unterschätzen

21.02.2012

Lawinensituation nicht unterschätzen – Gefahrenzeichen erkennen

Nordwestlich von uns hört man regelmäßig von Lawinenabgängen mit verschütteten Personen. Bei uns, in den Karnischen und Gailtaler Alpen, darf man trotz der geringen Schneemengen die Lawinengefahr aber nicht unterschätzen.

Gefahrenbeurteilung Lawinenwarndienst Kärnten 21.02.2012:

Die Lawinengefahr in den Kärntner Bergen ist bereits wieder rückgängig und geringer geworden, wird aber oberhalb ca. 1800m noch mit ERHEBLICH (3) beurteilt, da hier eine Lawinenauslösung noch durch eine geringe Zusatzbelastung möglich ist. Noch immer geht die Hauptgefahr von den zahlreichen kleinräumigen Triebschneeansammlungen der vergangenen Woche aus, welche jetzt größtenteils vom Neuschnee überdeckt sind und etwas schwerer zu erkennen sind. Die Triebschneeablagerungen sind in Steilhängen aller Expositionen vorhanden. Mit Sonnenschein und milderen Temperaturen wird sich die Schneedecke weiter günstig setzen, heute ist aber noch durch den einsetzenden Setzungsprozess mit einigen Selbstauslösungen zu rechnen.

Achtung: Die extrem starke Erwärmung und die starke Sonneneinstrahlung sorgen Nachmittags für einen Anstieg der Lawinengefahr. In den besonnten Steilhängen muss mit spontanen Lawinen gerechnet werden. 

Anbei einige Bilder von Selbstauslösungen Richtung Reißkofel-Biwak.




Impressionen vom Valle Maira

20.02.2012

Als ich von Leo hörte das Charly ins Piemonte fährt und noch ein Paar Begleiter suchte rief ich ihn sofort an um ihn zu begleiten. Kurzfristig und spontan entschlossen sich auch Hannes und Adolf mitzufahren.

Nach 8 stündiger Fahrt bezogen wir in Vernetti auf 1250m  Quartier. Urige Zimmer, ein liebevoll gestalteter Innenhof  und eine sehr gute piemonteser Küche waren die Strapazen mehr als wert.

Das Gebiet im Valle Maira hat sich komplett auf den sanften Skitourismus eingestellt, es gibt weder Lifte noch größere Hotels. Ein Tourengebiet das sich auszahlt einmal gesehen zu haben.

Die Verhältnisse und das Wetter waren sehr gut, der Schneedeckenaufbau ab 1950m ein Traum mit 40 cm Pulverauflage.

Zu den Touren:

Monte Casorso 2774m, Monte Tre Punte 2420m, Monte Piovesta 2650m, Monte Tempesta, Monte Sibulet, Monte Pevo, Monte Giobert, usw

Anbei ein kleiner Ausschnitt unserer Bilder, mehr bei einer unserer nächsten Vereinsabende.

[Günther Schmid]





Winterausbildung in der Goldberggruppe

17.02.2012

Am Samstag den 4. Februar ging es für Marc, Johannes und mich los zum Winterkurs, welcher in üblicher Manier auf der Fraganter Hütte stattfand und bis zum 10. Februar dauerte.

Nach dem gemeinsamen Aufstieg zur Hütte ging es schon mit dem Programm los.

Der Kursinhalt war umfangreich und beinhaltete Themen wie Schneeprofil-Analyse, Lawinenkunde, Orientierung (inkl. GPS), Wetterkunde, Biwakbau, Erste Hilfe, Seiltechnik u.v.m.

Auch eine groß angelegte Lawineneinsatz-Übung wurde durchgeführt, bei welcher wir unsere geübten Fähigkeiten einbringen konnten.

An einem Tag besuchte uns der ÖAMTC-Hubschrauber samt Flugbegleiter Charly Lamprecht, der uns die mögliche Zusammenarbeit mit dem Hubschrauber im Ernstfall näher brachte.

Das beliebte Skitourengehen kam auch nicht zu kurz. Wir machten zwei Touren mit einigen schönen, wenn auch nicht sehr schneereichen, Abfahrten.

Abschluss machte eine schriftliche und praktische Prüfung, welche von uns dreien mit Bravour gelöst wurde.

[Pascal]




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