Bei solchen Temperaturen ist meist die Hitze die größte Herausforderung beim Klettern. So entschied sich Alexander Gressel bei der Tourenplanung für die Trogkofel Nordwand, bei der wenig Sonne zu erwarten war.
Nach einem Zustieg von ca. 45min durften wir eine klassische Karnische Kletterei (wegen den zum Teil brüchigen Fels) mit Drücken, Spreizen und Schieben im Schwierigkeitsgrad „4b“ genießen. Die Nordwand selbst ist eine schöne, gemütliche Tour, aber durch ihren 12 überwiegend alpinen Seillängen und den 350 hm auch ein wenig anspruchsvoll. Der Abstieg erfolgte über den Uiberlacher Klettersteig.
[Schurli]
…….nach Sturz im Klettersteig - so lautete die Übungsannahme bei unserer Alarmübung am vergangenen Freitag.
Per SMS erfolgte die Alarmierung um 18.00 Uhr und schon wenige Minuten später trafen 11 Mann einsatzbereit bei der Ortsstelle ein. Rasch war das nötige Einsatzmaterial im Einsatzfahrzeug verladen und es ging in Richtung Plöckenpass, wo sofort der Aufstieg zum Unfallort erfolgte – Steilstelle im Klettersteig „Oberst Gressel Gedenkweg“ in ungefähr 150 Metern Höhe.
Unter der Einsatzleitung von Leo Jost wurde nach sofortiger Erstversorgung des Verletzten die Bergung mit UT und Vakuummatratze eingeleitet.
Erste Hilfe, Standplatzbau, passives Abseilen von Retter mit Verletztem samt Seilverlängerung und Abtransport des Verletzten in unwegsamem Gelände waren bei dieser Bergeübung die Schwerpunkte.
Realistische Begebenheiten und die Luft unter den Füßen ließen nur eine ernsthafte Umsetzung der Aufgaben zu – eine sehr gelungene Übung!
Alexander Gressel
Nachdem Reinhard Ranner diese Tour 2007 erstbegangen hat und es wirklich eine sehr attraktive Nordwand Tour geworden ist, haben wir (Reinhard Ranner, Hubert Engl, Roland Pranter) entschlossen diese schöne Kletterei ein wenig einzurichten. Die Tour wurde auf ein 50 m Kletterseil abgestimmt und die Standplätze mit jeweils Bohrhaken versehen. Bei 12 Seillängen sind 10 Stände mit 2 Bohrhaken versehen und bei der 3. und 10. Seillänge sind die Stände mit jeweils 1 Bohrhaken und 1 Normalhaken eingerichtet. Alle Zwischensicherungen sind selbst zu legen und sind mit mobilen Sicherungsmittel hervorragend abzusichern. Die Kletterei hat einen sehr ernsthaften alpinen Charakter und ist 500 m im Schwierigkeitsgrad VI. Der Zustieg kann über die Grüne Schneide und übers Gabele ins Eiskar erfolgen oder alternativ über den Nordanstieg direkt ins Eiskar. Der Abstieg kann entweder über die Ostwand erfolgen oder man geht noch die 10 Minuten zum Cellon Gipfel und geht dann über den Steig in südlicher Richtung talwärts. Das Topo (noch nicht neu überarbeitet) findet man unter der Kategorie “Topo” in Verbindung mit der” Wassermann Herbert Gedächtnisstour” auf die Grüne Nase.
Reinhard Ranner/ Roland Pranter