Grenzübergreifende Zusammenarbeit…

28.06.2010

…….und Kameradschaft

Um voneinander zu lernen, die grenzüberschreitende Arbeit zu fördern und die Freundschaft mit unseren italienischen Nachbarn zu leben, gibt es bereits traditionell jährlich eine gemeinsame Übung mit der „Soccorso Alpino di Forni Avoltri“ – Gruppe Paluzza.

Leider erlaubte es das Wetter beim vereinbarten Termin am letzten Samstag nicht, die gemeinsame Übung im felsigen Gelände bei der Collinaalm stattfinden zu lassen.

So entschloss man sich kurzfristig, diverse Bergungstechniken für den organisierten Einsatz, wie auch für die Kameradenrettung in einer Halle direkt in Sutrio zu üben.

Im Anschluss tauschte man noch unterschiedliche Erfahrungen bei einer sensationellen, italienischen Jause aus. An dieser Stelle sei dem „Capo“ Alvise mit seiner Mannschaft für die gute Zusammenarbeit und die Aufwartungen gedankt.

Alexander Gressel





Nachruf – Norbert Steindl

26.06.2010

Ein Nachruf von Roland Pranter:

Geschätzter Herr Pfarrer, werte Trauerfamilie liebe Trauergäste

Es ist immer schwierig vor einem Sarg  zu stehen und die geeigneten Worte zu finden.

Was sollten diese Worte bewirken? Sollten sie auf der einen Seite die Hinterbliebenen in ihrem Schmerz trösten oder sollte man das Leben unseres  Bergrettungskameraden  nochmals vorüberziehen lassen.

Der Tod gehört wie die Geburt zum Werdegang eines Lebens – obwohl wir fast immer darauf vorbereitet sind, stimmt uns ein Ableben immer schmerzlich ja sogar erfüllt es uns mit Trauer.

Anderl Heckmair – einer der Erstbesteiger der Eiger Nordwand sagte:

Ein Bergsteiger ist meines Erachtens nicht, wer nur extreme Touren unternimmt oder nur eine Zeit lang „bergsportlich“ tätig ist, sondern wer auf Dauer dem Berg im weitesten Sinne als Lebensideal verbunden bleibt.

Dieses  Lebensideal passte genau auf unseren Bergrettungskameraden Norbert Steindl.

In ein paar Worte möchte ich das Leben und Wirken unseres Bergrettungskameraden rewü passieren lassen.

Norbert war maßgeblich am Aufbau unseres alpinen Rettungswesens beteiligt und hat auch an der Gründung der Ortsstelle Kötschach-Mauthen aktiv mitgewirkt. Obwohl er erst  offiziell im Jänner 1965  in den Bergrettungsdienst eintrat, arbeitete er schon seit 1950 aktiv im Bergrettungsdienst mit. Norbert war es auch gewohnt Verantwortung zu übernehmen, so war er Ortsstellenleiterstellvertreter von 1958 bis 1962 und von 1977 bis 1988 weiteres war er Kassier von 1967 bis 1970.

Geprägt von seinen Einsatzwillen und seiner Disziplin in den Bergen war er auch steht’s ein Vorbild – für Jung und für Alt.  Bis ins hohe Alter interessierte er sich immer wieder um die Vorgänge im Bergrettungsdienst.

Norbert war auch bei sehr vielen Einsätzen an vorderster Front dabei – einige Einsätze möchte ich stellvertretend hier erwähnen:

1952 – Suche und Bergung eines tödlich abgestützten Touristen in der Südflanke der Seewarte – 2 Tage bei widrigsten Wetterverhältnissen – er bekam dafür eine  „Belobende Anerkennung“ durch BM f. Inneres

1956 – Bergung einer verletzten Schifahrerin von der Eduard Pichl Hütte bis zur Kreuztratte – mit der Trage und Akja – unter schwierigsten alpinen Verhältnissen, da große Lawinengefahr herrschte.

1957 – den wohl schwierigsten und traurigsten Einsatz – Vater und Tochter Strobel verunglückten an der Südwestwand der Seewarte nach einem Wettersturz – die Bergung dauerte 5 Tage unter katastrophalsten Wetterbedingungen.

1971 – dies war wohl sein persönlich schwerster Einsatz – bei einer schwierigen Seilbergung aus der Nordwand der Seewarte wurde Norbert von einem gewaltigen Steinschlag getroffen und schwerstens verletzt. Er war monatelang im Krankenhaus – aber er kämpfte sich wieder zurück an die Spitze der Einsatzgruppe.

Harald Berger – einer der besten Bergsteiger der Gegenwart, der leider 2006  tödlich abstürzte, sagte:

Die größte Kunst beim Bergsteigen ist, dass man dabei auch alt wird.

Norbert du hast diese Kunst gelebt. Nun wollen wir dir ein letztes Berg heil nachrufen und uns bedanken dass wir gemeinsam einen Teil deines Lebens mitgehen durften.

Berg Heil und Servus Norbert




Wege am Berg Athos

23.06.2010

Berg Athos ist eine über tausend Jahre alte Mönchsrepublick in Griechenland und liegt auf der Halbinsel Chalkidike, ca 180 km südöstlich von Thessaloniki. Sie ist etwa 50 km lang und 5 bis 10 km breit. Am südlichsten Ende erhebt sich aus dem Meer der Mt. Athos mit 2033 Meter.

In Küstennähe auf steilen Klippen liegen 20 orthodoxe Klöster, in denen derzeit ca 2000 Mönche leben und arbeiten. Der Berg Athos ist ein von der UNESCO geschütztes Weltkulturerbe und nur mit einem Visum zu besuchen.

Mehr unter www.mountathosinfos.gr/home.de.html

Georg Drumbl und ich haben Berg Athos schon 1993 und 2005 besucht, viele der Klöster schon abgeklappert, auch jedesmal den Gipfel des Mt.Athos bestiegen, so fehlte uns nur noch der südliche Teil der Insel.

Mit Georg Zankl und Josef Luser vlg Kika ging es am 07.06.2010 für 8 Tage mit Flugzeug, Bus, Taxi und Fährschiff zum Berg Athos. Unser Ausgangspunkt war Megistis Lavras direkt am Meer, das größte und wichtigste Kloster auf Athos. Von dort ging es zu Fuß ca 25 km über alte Mönchspfade weiter entlang der Küste, über steile Klippen und Schluchten, vorbei an Skiten (kleine Klöster) und Einsiedeleien, bis zum Fuße des Mt.Athos. Unser Tagesziel war eine kleinen Kapelle auf 1500 Meter, wo wir eine Biwaknacht mit einer überraschenden nächtlichen „Priviataudienz“ eines orthodoxen Mönches verbrachten.

Im Morgengrauen stiegen wir dann die restlichen 500 Meter zum Gipfel und erlebten einen herrlichen Sonnenaufgang. In der Gipfelkapelle dann einige besinnliche Minuten, bevor wir bei ca 35 Grad im Schatten über 2000 Meter bis zum Kloster Agiou Pavlou abstiegen.

Es folgten dann noch einige traumhafte Tage auf der Insel, wo die kulinarische Genüsse, nach den harten Marsch- und Fastentagen auf Berg Athos, auch nicht zu kurz kamen.

(Lois Ortner)





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