Ködernhöhe 2.228 m

08.12.2009

Herrlichste Pulverträume in den hochwinterlichen Karnischen.

Leo Jost




„Außerordentliche Sitzung“

06.12.2009

Mittwoch 02.12.2009, das Sturmtief war abgezogen, am Morgen blauer Himmel und wieder kein Schnee im Tal. Also auf in höhere Regionen in Richtung meines saisonalen Traumgipfels im Lesachtal, hart an der Grenze zu Kärnten, in der Hoffnung auf ein weiteres alpines Zuckerl.

Im Biathlonzentrum laufen noch die Schneekanonen, also Minunsgrade, der Aufstieg zum hohen Bösring führt mich durch eine Märchenwinterlandschaft, gottseidank schon angespurt bei  mehr als einem halben Meter Neuschnee. Drei Freunde aus dem Lesachtal kommen mir beim Zwiesel im herrlichen Pulverschnee schon entgegen – „Servus Lois – supa geht’s” !

Kurz darauf ein kleiner Schock, in der Gipfelflanke (Mulde) waren zwei mächtige Schneebretter abgegangen, die Freunde haben die Kurve gerade noch gekratzt.  Meine Abfahrt dann im oberen Bereich sehr respektvoll, nicht auf der Ideallinie aber dennoch im traumhaften Pulverschnee.

Donnerstag noch ein Versuch, doch die Gipfelfmulde abzufahren. Am Gipfel treffe ich  Charly Lamprecht, schnell wird eine „außerordentliche Sitzung” der Lawinenkommission Kötschach-Mauthen anberaumt – Thema „STOP or GO”? Nach kurzer Beratung dann grünes inneres Licht,  ab in direkter Linie durch die steile Gipfelflanke und die anschließende Mulde im sensationellen Tiefschneegenuss.

Die im dortigen Bereich aufsteigenden Lesachtaler Bergretter Hansl Oberluggauer und Wolfgang Guggenberger brachten wir vielleicht kurz in „Alarmbereitschaft”, doch wegen unserer sorgfältigen Einschätzung der Lawinengefahr mussten sie dann doch  keinen  „Schaufeldienst” leisten.

Lois Ortner





“Besteigung” des Cellon

04.12.2009

Um das heutige wunderschöne Wetter irgendwie sinnvoll zu nutzen, beschloss ich kurzerhand auf den Cellon zu gehen. Gesagt getan und ich packte meinen Rucksack mit meinen sieben Zwetschken.  Auf den Plöckenpass startete ich Richtung Grüne Schneid. Der untere Teil war super zu begehen – oben weiter wurde der Schnee immer tiefer und man brach natürlich mehr ein und die Spurarbeit wurde härter.  Lange war keine Menschenseele  zu sehen, doch dann tauchte “jemand” hinter mir auf. Zuerst dachte ich, dass er mit Skiern unterwegs sei, doch auf der Grünen Schneid stellte sich heraus, dass es der alte Fuchs Tillian Willi war.  Nun ging es von der Grünen Schneid  zuerst über die nach unten steil abfallende Rampe. Man merkte einfach das es heute nicht leicht werden würde. Willi und ich spurten im schönsten Pulver dahin.

Nach kurzer Zeit entschlossen wir uns die Direttissima zu nehmen, da am Weg sehr viel Schnee lag und dieser deshalb schwer zu begehen war.  Doch die Direttissima hatte auch ihre Tücken,  immer wieder hatten wir mit eisigen Stellen ohne Steigeisen zu kämpfen. Trotzdem erreichten wir den Gipfel an einem wunderschönen Tag.  Die Fernsicht war grandios und der Abstieg über den „Normalweg” hatte auch noch seine Tücken.

Ein schöner Tag mit einem symphatischen Bergrettungskameraden!!!

Simon Wurzer




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