Torkofel und Holtabua

26.07.2009

Früh morgens flüchteten wir von der Hitze im Tal in die kühlen Berge. Ausgehend vom Reißkofelbad marschierten wir zum Reißkofelbiwak. Dort eine kurze Stärkung und bei der Johannesquelle tankten wir noch schnell frisches Wasser. Weiter entlang des Gailtaler Höhenweges ging die Reise in Richtung Jaukenalm mit einem kurzen Abstecher auf den Torkofel. Auf der Jaukenalm ließen wir uns vom Holtabuam – unserem Bergrettungskammeraden Lora Albert – so richtig verwöhnen. Viel Schaum konnten wir nicht trinken, weil das Ziel war ja der Goldberg, wo wir dann nach ca. 6 Stunden, 15 km und 1.800 Hm abgeholt wurden.
[Schurli]




Bergführerausbildung erfolgreich abgeschlossen

24.07.2009

Simon Wurzer ist der “jungste” Bergführer unserer Ortsstelle. Er hat mit dem Abschlusskurs in Chamonix seine 3 jährige Bergführerausbildung mit Erfolg abgeschlossen. Die Ortsstelle gratuliert recht herzlich und wünscht ihm viel Erfolg mit seinen neuen Berufstitel.

Simon Wurzer - Bergrettungsmann und Bergführer

Simon Wurzer - Bergrettungsmann und Bergführer




Sommer(?!)Einsatzübung 2009

22.07.2009

Am 18.7. veranstalten wir unsere heurige Sommereinsatzübung. Die Übungsannahme führt uns dieses Mal ins Gebiet rund um den Zollnersee, wo wir die Bergung eines Verletzten mittels Seilwinde üben wollen. Wer angesichts des Geländes in der Gegend des Zollnersees und des Mitten im Sommer liegenden Termins eine gemütliche Bergung in den Almwiesen bei sommerlichen Temperaturen erwartet hätte, hätte sich gewaltig geirrt.

Unsere Übungsannahme führt uns knapp unter den Gipfel des Hohen Trieb, der auf den letzten Höhenmetern abseits des gut gesicherten Klettersteigs mit brüchigen Platten aufwartet. Auf 2000m herrschen nach einem Kaltfronteinbruch mitten im Sommer an die Null Grad und der Wind weht unerbittlich und sehr heftig – es herrscht Einsatzwetter im typischen Einsatzgelände. Wir lassen uns von den widrigen äußeren Verhältnissen aber nicht beirren und zeigen eine mehrstufige spektakuläre Bergung, die den Verletzten mittels Unfalltrage und Mannschaftszug zuerst auf den gesicherten Steig des hohen Trieb befördert um ihn anschließend mittels einer 100m breiten Seilbahn auf den Gipfel des Kleinen Trieb zu befördern.

Im Rahmen der Bergung arbeitet die Mannschaft professionell und auf Hochtouren, der Ortsstellenleiter selbst übernimmt die Regie beim Bau und dem Betrieb der Seilbahn, Einsatz- und Ausbildungsleiter beobachten zufrieden den Übungsverlauf. Während die Bergung läuft, erinnert sich so mancher von uns an die im Vergleich zu den an diesem Tag herrschenden Temperaturen wohlig warme Wintereinsatzübung, die wir im Dezember in unmittelbarer Nähe veranstaltet haben.

Wieder zurück in der Zollnerseehütte und gewärmt von Abendessen, Tee und Schnaps, die uns der Hüttenwirt Andy Spivey kredenzt, beginnen wir den gemütlichen Teil der Übung. Dieser endet spät in der Nacht im Hüttenlager, das von der Geräuschkullisse zeitweise einem Sägewerk gleicht, und führt uns nach kurzer Nacht und gestärkt von einem ausgiebigen Frühstück wieder zurück ins Tal. Insgesamt bleibt der Eindruck von einer professionell durchgeführten Übung bei Einsatzverhältnissen bei der auch Kameradschaft und Spass nicht zu kurz gekommen sind. Herzlichen Dank an alle, die zum Erfolg der Übung beigetragen haben.

[ Bernd Eder]





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