Im Winter ist Ruhe das oberste Gebot fürs Wild

16.03.2009

…damit es überleben kann!

Ein außergewöhnlicher Winter 2008/2009 hat mit seinen außergewöhnlichen Schneemengen dazu geführt, dass Rinnen und Hänge in den Karnischen Alpen befahrbar sind, wie es in den letzten 30 Jahren nicht mehr der Fall war. Es darf uns jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass nur der Winter 2008/2009 so viel Schnee gebracht hat. Nein, auch die Winter davor waren sehr schneereich, oberhalb von 1400 m hat es immer geschneit, während im Tal der Niederschlag als Regen gefallen ist.

Wildtiere wie Reh, Gams und Rotwild haben die Angewohnheit, ohne fremde Hilfe, sprich Fütterung durch den Jäger, alleine über den Winter zu kommen, wenn man sie in Ruhe lässt. In den Einständen des Wildes stehen Rinden , Knospen, Zwergsträucher, Reisig, Flechten etc. zur Verfügung.

Diese Einstände sind meist steilere Hänge, mit Felsbändern durchwachsen, sonnseitig gelegen, mit kleinen wasserführenden Gräben, schütteren Bewuchs von Laub- und Nadelbäumen, wo nach einem Schneefall der Schnee sofort abrutscht oder mit den Läufen (Beinen) des Wildes leicht abgeschlagen werden kann.

Reh, Gams und Rotwild senken im Winter ihre Körpertemperatur, damit sie weniger Energie verbrauchen. ( bis zu 30% Einsparung)

Unsere Wildtiere sind Fluchttiere.

Kommen nun Störungen durch Tourengeher, Schneeschuhgeher, Fluggeräte etc. erhöht sich der Energieaufwand um ein Vielfaches.

Eine einzige Flucht von wenigen Minuten erhöht den täglichen Energiebedarf um das Zehnfache!!!!!!

Dieser erhöhte Energiebedarf muss gedeckt werden.

Wenn nun dies durch eine hohe Schneedecke nicht zur Verfügung steht, muss das Wild verhungern.

Ebenso kann es passieren, dass das Wild aus seinen traditionellen Einständen durch die permanente Störung, verursacht durch Tourengeher, Schneeschuhgeher etc. in die Tallagen gedrückt werden, dichte Fichtenschonungen als ihren neuen Einstand wählen und auf Grund von Hunger mit dem Schälen der Fichten beginnen, was zu einem enormen Schaden für den jeweiligen Waldbesitzer führt, den  dann der Jäger unschuldiger Weise bezahlen muss.

Daher sollte man auf folgende Grundregeln achten:

Nur markierte Aufstiegs- und Abfahrtsrouten wählen (Das Wild hat sich in den Jahren daran gewöhnt und fühlt sich nicht bedroht)

Wenn keine markierten Routen vorliegen, dann die traditionellen Aufstiegs- und Abfahrtsrouten wählen.

Freiwilliger Verzicht abseits dieser markierten oder traditionellen Routen abzufahren, nur auf der Suche nach unverspurten Gelände oder „dem besten Schnee”.

Keiner fremden Spur folgen, die könnte vom Jäger oder Förster stammen, der „vorsichtig” zum Wohle des Wildes und des Waldes unterwegs war.

Keine Spur in Einstände des Wildes (siehe Beschreibung oben) legen, viele „Nachahmer” folgen deiner Spur.

Unter der Waldgrenze  freie Flächen zwischen der Forststraße nicht abkürzen, es handelt sich zu 100% um Aufforstungsflächen, du könntest mit deinen Stahlkanten den Terminaltrieb der jungen Pflanze abschneiden. (siehe Forstgesetz: „Das Befahren und Begehen von Forstkulturen unter 3m Wuchshöhe ist verboten”)

Erfreuen wir uns doch gemeinsam an der wunderschönen Natur, es ist Platz für alle, wenn sich jeder an die Spielregeln hält.

Daher mein Leitsatz:

“Jedem eine faire Chance:

Dem Wild und dem Wald

Dem Touren- und Schneeschuhgeher

Dem Grundbesitzer und Jäger”

An dieser Stelle danke ich noch einmal dem ÖBRD Kötschach-Mauthen mit seinem Obmann Roland Pranter, dass ich als Besitzer der Plöcken und als Bezirksjägermeister des Bezirkes Hermagor, vor seiner „Truppe” diesen Vortrag halten durfte und mir die Plattform geboten wurde, eine Kurzfassung dieses Vortrages auf die Web-Seite des ÖBRD zu stellen.

Ich freue mich auf unsere zukünftige Zusammenarbeit.

Danke!

Carl Gressel




Winterimpressionen ………

08.03.2009

……… vom Rauchkofel bis zum Zollner




3. Schitour mit der Kärntner Bergrettung

07.03.2009

Am Samstag lud die Landesleitung der Bergrettung Kärnten zu einer gemeinsamen Schitour ein – mit dabei waren alle Freunde, Sponsoren, Medien,  Vertreter aller Blaulichtorganisationen,  ÖAMTC, Bundesheer und viele mehr. Treffpunkt war der Parkplatz der Nationalparkbahn in  St. Oswald – Vorortorganisation hatte die Ortsstelle Radenthein-Nockberge inne. Tourenziele waren Falkert, Mallnock oder Klomnock. Durch den stürmischen “Tauernwind” konnten die vorgegebeben Ziele nicht begangen werden und es wurden alternative, windgeschütztere Ziele ausgewählt. Trotz der nicht so optimalen Wetterlage war es wiedereinmal eine gelungene Veranstaltung und beim “Einkehrschwung” war vom stürmischen Wind nichts mehr zu hören und zu sehen.

[Pranter Roland]




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