Über die kalten Monate hinweg verlegen wir des Öfteren unsere Ausbildung ins Vereinsheim um uns dort theoretisches Wissen anzueignen. Jedoch, letzten Freitag fand unser Vereinsabend im OEAV-Zentrum in Mauthen statt, um die Materie Eis der Mannschaft in Theorie sowie in der Praxis näher zu bringen.
Die Theorie übernahm unser Ortsstellenleiter Klaus „Schurli“ Hohenwarter mit den Themen: Eisqualität, Beurteilungsfaktoren, Schwierigkeitsbewertung, Planungsmaßnahmen, Bekleidung, Ausrüstungsmaterial, Klettertechniken.
Der praktische Teil verlagerte sich aus der Hütte zum Eisturm (der liebevoll der „Alpine-Marterpfahl“ genannt wird), wo Herwig „Pogo“ Winkler mit Unterstützung von Simon Wurzer das richtige setzten von Eisschrauben, das errichten von Standplatz sowie das richtige Abseilen zeigte.
Die über 20 interessierten Bergrettungskameraden konnten nach der Ausbildung ihr Können bzw. das Erlernte am Eisturm unter Beweis stellen.
Unsere gute Beziehung über die Grenze nach Süden zur benachbarten Ortsstelle „Soccorso Alpino di Forni Avoltri“ wurde mit einer gemeinsamen Übung gefestigt. Die Aufgabenstellung schaute folgend aus:
“Verunfallter Klettersteiggeher am Oberst Gressel Klettersteig. Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung – schonendste Bergung erforderlich.”
Unter der Einsatzleitung von Alexander Gressel erfolgt die Bergung des Verunglückten in drei Stationen.
Bei der ersten Station wird der Verunglückte (diesmal war das Opfer unser Hannes Buchacher) vom Retter Gernold Flaschberger durch versorgen der Wunden und Anlegen einer Halskrause sowie des Rückenkorsetts erstversorgt und mittels Einmannbergetechnik bis zu einem Plateau geborgen. Von diesem wird dann der Verletzte vom italienischen Team in eine Trage verpackt (zweite Station) und bis zum Einstieg des Klettersteiges sicher und schonend transportiert.
Um die verletzte Person nicht über einen schmalen, steinigen Steig schwer und kräfteraubend zu transportieren, wird von der Bergrettung Kötschach Mauthen eine Seilbahn errichtet um einen schonenden Transport zu gewährleisten (dritte Station).
Da die Rettungstechniken der zwei Rettungsorganisationen verschieden sind und das Zusammenarbeiten blind erfolgen muss, kann eine Zusammenarbeit im Fels nur in solchen „Stationen“ erfolgen. Schön zu beobachten ist, dass der Österreichische Bergrettungsdienst moderne Methoden sowie Seilbahn mit viel Technik verwendet. Unsere italienischen Kollegen zeigten ihre Bergung mittels ausgefeilter Seiltechnik nach den traditionellen Bergemethoden der Bergrettung.
Ganz besonders haben uns der Besuch von unserem Landesleiter Otmar Striednig mit Gattin sowie die Filmaufnahmen des ORF durch Redakteur Peter Matha und Kameramann Ing. Gerd Lipicer gefreut. Die Ausstrahlung erfolgt in „Servus – Srečno – Ciao” am 12.Nov. 2011.
[Klaus "Schurli" Hohenwarter]
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Letztes Wochenende verbrachten einige Kollegen unserer Ortsstelle zwei gemeinsame Tage am Wolayer See. Zeitig am Samstag stiegen wir über die Valentinalm auf, kehrten rasch noch bei Helmut ein, und dann ging es los zum Klettern. Die Auswahl der Touren am Wolayer See ist sehr groß und so findet man für jeden etwas Passendes.
Nach einigen Kletterstunden verbrachten wir einen gemütlichen Abend, welcher bei der Lambertenghi Hütte begann und anschließend in die Wolayer See Hütte verlegt wurde, in welcher wir auch übernachteten.
An dieser Stelle noch ein herzliches Dankeschön an Helmut und seine Crew für die gute Bewirtung.
Am Sonntag teilte sich die Mannschaft. Einige gingen klettern und einige wandern. Und so konnte das Wochenende mit perfektem Wetter und in netter Kameradschaft ausklingen.
[Pascal]