Bei der letzten gemeinsamen Übung mit den italienischen Bergrettungskollegen unter der Führung von „Il Capo“ Alvise im Frühsommer wurde vereinbart, sich für einen Klettertag am Falzaregopass nahe Cortina zu treffen.
Zu Viert reisen wir an, die italienischen Kollegen zu fünft und bei einem Cafe werden noch schnell die Touren und die Seilschaften ausgemacht. Wegen der etwas unstabilen Wetterlage einigt man sich darauf, dass sich alle am Gipfel des Kleinen Falzaregoturm treffen.
Es ist einiges los in dieser Wand, wegen des kurzen Zustiegs und des Schwierigkeitsgrades der meisten Routen scheint sie recht beliebt zu sein, was uns der schmierige Fels dann bestätigt.
Vom Gipfel seilt man eine Länge nach Osten in eine dahinter liegende Schlucht ab, durch die es dann zu Fuß wieder hinunter zum Einstieg und weiter zum Parkplatz geht, wo im daneben stehenden “Ristorante” schon die Spaghetti auf uns warten.
Alexander Gressel
Es muss nicht immer Kalkstein sein – anbei einige Impressionen aus dem Elbsandstein in der Nähe von Dresden, wo unser Bergrettungskamerad Werner Holzfeind kürzlich mit Warmuth Hannes und dem Bruder seines Schwiegersohnes klettern war.
Roland Pranter
Am Freitag den 20. August 2010 ziehe ich mit Hannes los um einige Kletter-Meter zu machen. Da wir erst Nachmittag aufbrechen, entscheiden wir uns für eine kurze Tour. Unsere Wähl fällt auf die Stella Filanti auf der Placce del Coston Stella. Als Zustieg wählen wir die Variante über die Marinelli – Hütte. Wie man schon dem Namen entnehmen kann, handelt es sich um Plattenkletterei der feinsten Art. Große Wasser-Rinnen eigenen sich perfekt um mit mobilen Sicherungsmitteln zu arbeiten. Die Stella Filanti ist mit 5b bewertet. Nach perfekter Genuss-Kletterei treten wir den nebeligen Rückzug an.
Fortsetzung folgt am Samstag (21.8.2010) und wir visieren den Wolayersee an. Aufstieg erfolgt über die Hubertuskapelle (Nostra), vorbei an der Lambertenghi Hütte zum Torre Spinotti. Dort klettern wir die Il Viaggio di Paps. Eine schöne Tour im 8. Grad nach UIAA. Da das Wetter perfekt mitspielt und wir noch Ehrgeiz genug besitzen, marschieren wir vom Torre Spinotti zurück zum Wolayersee. Dort fällt unsere Entscheidung auf den Sektor Cima Lastrons del Lago auf der Seewarte. Wir versuchen uns in der Agli Ucelli e´ Dato Vorare a me cadere. Eine perfekt abgesicherte Tour mit einer Schwierigkeitsbewertung von 6c, inklusive Seeblick.
Am Tag des Herrn haben wir immer noch nicht genug vom Klettern. Es verschlägt uns zur Calvi Hütte. Wir fahren von der italienischen Seite rauf. Von dort hat man einen relativ kurzen Zustieg zu den ersten Klettertouren. Nach ein paar Minuten stehen wir vor der Millennium Bug. – eine wunderbare Tour auf den Torre Peralba. Die ersten Seillängen ziehen durch interessante Plattenkletterei hoch. Danach folgen einige leichte Seillängen. Nach 8 Längen mit maximaler Bewertung von 6c+ stehen wir oben und genießen den herrlichen Tag. Ein kurzer Abstieg über einen gesicherten Steig, gefolgt von zwei Abseillängen bringen uns zurück auf festen Boden.
Nach einem perfektem Kletter-Wochenende gönnen wir uns noch einen Ausklang auf der Calvi – Hütte und treten dann den kurzen Abstieg an.
Berg Heil
Pascal Oberluggauer