Talschaft Gail- Lesachtal:
Lawinenhundeübung am Golzentipp
Am 28.01.2012 trainierten die Hundeführerteams der Talschaft Gail-, Lesachtal und Clemens Troyer aus Osttirol (OS Lienz) im Schigebiet von Obertilliach.
Die „Einsatzhunde/führer“ durften vor Beginn der eigentlichen Einsatzübung von Obertilliach aus, auf den 2.317 m hohen Golzentipp aufsteigen. Derweil übten die Junghunde der Talschaft das Liftfahren mit dem Sessellift. Schnell wurde am höchsten Punkt des Schigebietes in Sichtentfernung zum Golzentipp eine Einsatzsituation entworfen und eine für alle Hunde gänzlich unbekannte Person (Evi aus Graz) im Schnee vergraben. In kürzester Zeit wurde Evi von den Spürnasen aufgestöbert. Die einzelnen Hundeteams lösten die Aufgaben verlässlich.
Abschließend wurde bei den Junghunden die Neugierde geweckt: ihrer Nase folgend in den Schneehöhlen Nachschau zu halten. Dabei wurde ihre Selbständigkeit – „Neugierde – Interesse“ kräftig belohnt.
In der Connyalm wurde die Übung besprochen. AL Albin Oberluggauer war mit der Leistung der Hundeteams sehr zufrieden . Besonders beeindruckt haben die Junghunde mit ihrer Orientierung, Gehorsamkeit und sozialen Verträglichkeit.
aober
Am 6. Jänner findet bei klassischem Einsatzwetter die Wintereinsatzübung 2011/2012 statt. Eine herausforderende Übung, die die Einsatztruppe letztlich mit Erfolg meistert, die aber auch zeigt, dass Lawineneinsätze höchste Ansprüche an einen Einsatzleiter und die Mannschaft stellen – speziell bei “Einsatzwetter”.
Wir starten am frühen Morgen vom Rathaus Kötschach in Richtung Plöckenhaus um in weiterer Folge zum Einsatzort, der Oberen Spielbodenalm, aufzusteigen. Dort angekommen, wartet auf die Einsatzleiter Günther Schmid und Herwig “Pogo” Winkler und ihre Teams ein Unfallszenario mit einer Mehrfachverschüttung in 2 Lawinenkegeln. In knapp 15 Minuten ist die erste verschüttete Person von unserem Lawinenhund “Nemo” (geführt von Eckart Salcher) gefunden und geborgen. Weitere 3 Verschüttete werden rasch mittels Pieps-Ortung gefunden, die Ortung und Bergung von 2 Lawinenopfern ohne Pieps durch Sondieren des Lawinenkegels dauert etwas mehr als 1 Stunde und markiert das Ende unserer Übung.
Die gesamte Übung findet bei äußerst widerigen Witterungsverhältnissen statt - heftiger Wind und eisige Kälte machen die Übung zu einer echten Herausforderung und bringen die mehr als 20 Mann starke Einsatztruppe ans Limit.
Im Rahmen der intensiven Nachbesprechung im Gasthof “Lamprechtbauer” werden die Erkenntnisse aus der Übung nachbesprochen, Lehren gezogen und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. In Summe zeigen sich Einsatzleiter und Ausbildungsleiter des Vereins zufrieden, auch wenn einige Punkte im Wintereinsatz deziert und zu verbessern und zu üben sind.
[Bernd]
Die Liftbergeübung steht jedes Jahr vor der Skisaison auf unserem Ausbildungsprogramm, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Ob an der Liftstütze, am Lift-Seil oder als Rettungspersonal am Boden, das Rettungsgerät aber auch das ganze Rettungsscenario muss beübt werden. Über 25 Bergrettungsmänner zeigten bei starkem Regen große Einsatzbereitschaft.
Ein Dank an die FF-Kötschach Mauthen, die für ausreichende Beleuchtung sorgte.
[Klaus "Schurli" Hohenwarter]