Übungstag am Seil

28.10.2018

Am 27.10. findet eine kombinierte Liftberge- und Seilbahnausbildung statt. Wir schaffen es die lange Schönwetterperiode diesen Herbst abzuwarten und rücken bei strömendem Regen in Richtung Nassfeld aus. Dort empfangen uns Wolfi Mörtl und sein Kollege zur Liftbergeübung am neuen Sessellift in Rudnig. Wir werden sehr fachmännisch durch das Bergesystem geführt, diskutieren einzelne Situationen, die in der Anwendung auftreten können, und haben Zeit, Detailfragen ausführlich zu klären – all das geschützt in der Betriebshalle, eine Übung im Freien ist bei anhaltendem Regenguss unrealistisch.

Nach Übungsende am Nassfeld geht es nach Tröpolach, wo wir in der Talstation indoor sehr gute Möglichkeiten zur Übung der neuesten Seilbahntechniken vorfinden. Wir seilen „quer“ und „V“, erörtern dabei die jeweiligen Systeme und kommen dabei ganz nebenbei zum Schluss, dass das System, das wir in unserer Ortsstelle entwickelt haben und verwenden in den meisten Situationen gut passt und wir dieses daher auch weiter üben werden.

Als wir am frühen Nachmittag zum Ende der Übung kommen regnet es noch immer heftig und im Wetterbericht ist noch mehr Regen vorhergesagt – damit ist der schöne Herbst wohl endgültig vorüberi. Im Übungsausklang ist schon von ersten Skitouren die Rede – der nächste Winter kommt bestimmt und wir sind wie immer gut vorbereitet.

Berg Heil, Eure Bergrettung

[Bernd]




Ausflug zum Dachstein

17.09.2018

Am 15. und 16. September 2018 rücken wir aus, um ein für viele von uns neues Klettergebiet – den Dachstein – zu erkunden, unsere Perspektive zu erweitern, was bei diesen Traumbergen ein Leichtes ist, und zu lernen uns schnell und flexibel auf neue Gegebenheiten einzustellen – kennen wir unser Einsatzgebiet schließlich schon aus dem FF. Wir, das sind 10 Mann hoch von unserer Ortsstelle und ein kleiner Nachtrupp von 3 Leuten, der zuvor auf einer Landeskoordinierung noch unser umfassendes Wissen zum Thema Seilbahnbau weitergibt und ergänzt.

Schnell wird klar, dass wir uns in einem rundum klassischen Klettergebiet befinden, in dem wir auf lange Kletterrouten und Klettersteige treffen, die einen guten Überblick am Berg voraussetzen, Kondition brauchen und die Anwendung der gesamten Palette unseres Wissens am Fels erfordern. Dies tut bei auch immer besser werdendem Wetter unserer guten Laune keinen Abbruch und motiviert uns im Gegenteil zu Höchstleistungen, sodass am Ende eine beachtliche Zahl von Klettersteig-Metern (jedenfalls über 1.000 durch die Begehung eines langen Südwandklettersteigs) und zahlreiche, auch knackige Kletterrouten in unsern Tourenbüchern stehen.

Die Bilder sprechen für sich und über das eine oder andere Detail des Ausflug erzählen wir nur auf Einladung. Danke den Initiatoren für die Idee und allen Kollegen für die gute Gemeinschaft und Gesellschaft am Ausflug, der definitiv eine Bereicherung für uns alle war.

[Bernd Eder]




Sommereinsatzübung 2018

22.07.2018

Am 21. Juli 2018 findet unsere heurige Sommereinsatzübung am Plöckenpass statt. Als wir um 7 Uhr morgens unsere Einsatzbesprechung beim Rathaus haben, gießt es in Strömen und wir sind uns nicht sicher ob unser Einsatzleiter für den Tag, Alex Gressel, mit den Worten „Jungs, lassen wir es gut sein“ oder „Einsatzwetter, gehen wir es an!“ eröffnen wird. Es wird Zweiteres und schon einige Minuten später finden wir uns im Einsatzfahrzeug Richtung Pass. Dort angekommen schultern wir die Einsatzausrüstung und machen uns auf den Weg in Richtung Cellon-Schulter, dem vermeintlichen Unfallort. Als wir dort ankommen, hat der Regen, der uns noch über weite Strecken des Aufstiegs begleitet hat, bereits aufgehört und es hat aufgelockert. Im weiteren Tagesverlauf sollte uns sogar von Zeit zu Zeit die Sonne beehren.

Die Übung an sich ist heikel – die Bergung des Verletzten (in der Einsatzannahme auf dem glatten Felsen ausgerutscht und vom Steig in unwegsames Gelände gestürzt und dort mit Kopfverletzungen bewusstlos liegen geblieben) gestaltet sich am nassen Untergrund schwierig und erfordert volle Konzentration. Der Bergung zurück auf den Steig folgt der Abtransport mittels UTG (Unfalltrage), die am Steig erstmals auf einem Rad geführt wird, was sich als durchaus gewöhnungsbedürftig erweist – im steilen Gelände auf den Abschneidern zum Wanderweg sogar als unpraktikabel. Die gesamte Mannschaft ist bis zum Übungsende kurz vor dem Parkplatz am Plöcken voll eingespannt.

In der gleich dem Übungsende folgenden Nachbesprechung wird die Übung nochmals durchlaufen und ein durchwegs positives Fazit gezogen. Einsatzleiter und Ortsstellenleiter geben aber auch konstruktive Verbesserungsverschläge zu Abläufen an die Mannschaft weiter und es wird beschlossen im Setup des grundsätzlich gerade adaptierten Standards für Abseilstände wieder kleinere Änderungen vorzunehmen. Solche Vorschläge und Änderungen zeigen wie wichtig es ist, regelmäßig auch unter Einsatzbedingungen und im Gelände zu trainieren. Die „erweiterte Übungsnachbesprechung“ findet bei Lamprechtbauern statt bevor wir gegen 14 Uhr gesammelt wieder einrücken und auf einen gelungenen Übungstag zurückblicken können.

[Bernd Eder]




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