Einweihung der Gedenkstätte am Polinik

03.10.2017

Seit einiger Zeit steht das Gipfelkreuz nicht mehr alleine am Mauthner Polinik…

In den letzten Monaten bemühten sich Freunde von Florian Enzi um die Errichtung einer Gedenkstätte für unseren Bergrettungskameraden, welcher am 21. Juni 2015 im Zuge einer Bergrettungsausbildung durch ein tragisches Lawinenunglück aus unserer Mitte gerissen wurde.

Am vergangenen Sonntag stiegen Familie, Freunde und Bergretter auf verschiedensten Wegen und Gipfelgraten auf den Polinik, um der Einweihung der Gedenkstätte beizuwohnen.

Danke an Diakon Gerhard Gfreiner für die würdevollen und netten Worte. Danke an Karl-Hein Kurzweil für die musikalische Umrahmung.

Lieber Flori, jedes Mal wenn wir am Polinik stehen, werden wir an Dich denken.

Berg Heil!




Alarmübung mit SEG Rotes Kreuz Hermagor

02.08.2017

Am 21 Juli wurde von der Bergrettung Kötschach-Mauthen und der „SEG Rotes Kreuz Hermagor“ eine Alarmübung abgehalten. Übungsort war der Nölblinger Graben im Bereich des Wanderweges zur Zollnersee-Hütte.

Vier Personen (zwei Erwachsene, zwei Kinder) waren über steiles felsiges Gelände in das Bachbett geklettert. Beim Versuch wieder herauszukommen stürzten zwei Personen ab und verletzten sich schwer. Die Kinder wurden leicht verletzt. Danke an die „Schminker“, welche den Unfall sehr realistisch nachstellten.

Nach dem Eintreffen am Unfallort verschaffte sich die Einsatzleitung zuerst eine Übersicht. Aufgrund des Geländes war es notwendig, ein Seilgeländer aufzubauen, um die Sanitäter sicher zu den Verletzten zu bringen. In der Zwischenzeit begann die Bergrettung, einen Mannschaftzug mit Hilfstragseil aufzubauen. Durch das rasche Einbrechen der Dunkelheit und den zeitaufwändigen Aufbau wurde den Bergrettern in Punkto „schnelles und trotzdem sicheres Arbeiten“ einiges abverlangt.

Nach der Erstversorgung durch die Sanitäter am Unfallort konnten alle Verletzten geborgen  und  zur  weiteren Behandlung in die Sanitätsstation gebracht werden.

Ich möchte mich nochmals bei der Bergrettung und dem Roten Kreuz für die gelungene Übung bedanken.

Gernold Flaschberger




Sommereinsatzübung am 9.7.2017

10.07.2017

Ein verletzter Canyonaut in der Grünseeschlucht! Mitten eines ungefähr 20 Meter hohen Wasserfalls. Die verletzte Person ist bewegungsunfähig und befindet sich nach dem Unfall zudem im nur circa 11 Grad kalten, fließenden Wasser und droht rasch auszukühlen.

Gott sei Dank handelt es sich dabei nicht um einen unserer Einsätze, sondern um ein mögliches Szenario für die diesjährige Sommereinsatzübung. Die Übung ist komplex und deckt ein großes Repertoire verschiedenster Rettungstechniken ab. Weiters ist der Materialeinsatz enorm.  

Nach Eintreffen unserer Ortsstelle am Einsatzort seilen sich einige Bergretter direkt in die Grünseeschlucht ab. In dieser angekommen, werden Abseilstände gebohrt und vorbereitet, um zum Verletzten zu gelangen. Ein Bergretter seilt sich in den Wasserfall ab, während einige Kollegen am Fuße dessen eine Seilbahn aufbauen, um den Verletzten und den Retter aus dem kalten Wasser zu bekommen.

Parallel dazu rückt ein Teil unserer Mannschaft von der anderen Seite an und erreicht die Staumauer des Hydrosolar-Stausees. Sofort wird mit dem Aufbau einer weiteren, noch aufwändigeren, Seilbahn begonnen, um den Verletzten schlussendlich aus der Schlucht zu transportieren und den Abtransport per Rettung zu bewerkstelligen.

Wiederum gleichzeitig bereiten einige Kollegen die Universaltrage vor, welche nach der Bergung aus dem Wasserfall zum Abtransport des Verletzten dient. Schwimmkörper werden auch angebracht, damit der Canyonaut schonend über den Stausee gebracht werden kann.

Im Laufe des gesamten „Einsatzes“ achten wir darauf, dass die verletzte Person nicht noch weiter auskühlt und so schonend wie möglich geborgen wird.

Die herausfordernde Aufgabe wurde von 15 Mann unserer Ortsstelle mit Bravour gelöst. Die Aufgabenverteilung innerhalb der Mannschaft funktionierte perfekt.

Vielen Dank allen Bergrettern für die sehr gut gelöste Sommereinsatzübung und Euren Einsatz!




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