Einsatzübung Sommer 2012

11.09.2012

EINSATZÜBUNG SOMMER 2012
VERMISSTE PERSON AM ZOLLNER

9. September 2012 – 07.54 Uhr:

Bei den Bergrettungsmännern der Ortsstelle geht eine SMS ein – im Bereich der Zollnerseehütte ist eine Person seit dem Vorabend abgängig.

Für die Mannschaft gilt sofortiger Treffpunkt Geräteraum beim Bergrettungsheim!

Kurz nach acht befinden sich an die 20 Kameraden beim Rathaus und werden von Obmann Klaus Hohenwarter begrüßt, der zugleich auch die Übungsannahme näher schildert. Die Einsatzleitung wird von Stefan Obernosterer übernommen.

Wenige Minuten später ist das Einsatzfahrzeug mit Material für jegliche Art von Bergung beladen und die Mannschaft wird auf den Zollner gebracht.

Inzwischen wurde im Gelände ein „Opfer“ positioniert. Christian Kanzian hatte die Aufgabe, sich im unwegsamen Gelände hinter Gestrüpp zu legen und nach Auffinden durch die Einsatzmannschaft einen Oberschenkelbruch zu simulieren.

Nach Eintreffen der Truppe bei der Zollnerseehütte wird sofort eine Einsatzzentrale beim Bus aufgebaut. Eine Übersichtskarte wird ausgeteilt, auf welcher die Eingrenzung des Suchgebietes für den Übungsrahmen markiert ist. Auch eine EDV-Anlage zur GPS-Koordinierung befindet sich im Einsatzfahrzeug, um eine geordnete Organisation und lückenlose Dokumentation zu gewährleisten.

Nach Befragung von diversen Augenzeugen und Einlesen ins Kartenmaterial werden Suchtrupps, einer davon mit Suchhund „Nemo“, ins Gelände geschickt, um in erster Linie die Wanderwege und den unmittelbaren Nahbereich abzusuchen. Später werden Suchketten gebildet.

Die Suchtrupps werden über Funk und Angabe von Wegpunkten gut kontrolliert durchs Gelände navigiert.

Um ca. 11.30 Uhr kann der Vermisste in steilem Gelände aufgefunden werden. Während der Verletze erstversorgt wird, rücken die restlichen Einheiten zur Zentrale zurück und mit Bergegerät geht es dann in Richtung Unfallort. Mit der Vakuummatratze in die UT2000 verpackt geht es für zwei Retter und den nächtens Verunglückten dann mittels Mannschaftszug rund 30 Meter die steile, felsendurchsetzte Böschung hinauf. Er wird dann noch bis zum Auto getragen.

Nach geglücktem Übungsverlauf kann die Aktion dann bei einem guten Hirschgulasch in der Zollnerseehütte beendet werden. Danke der Hüttenwirtin Hannelore und ihrem Team!

[Alexander Gressel]



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