Felskurs II

05.09.2012

Der zweite Teil der Felsausbildung fand heuer vom 18. bis zum 23. August, wie nun schon seit einigen Jahren, in der Reißeckgruppe statt. Unsere Ortsstelle war auch dieses Jahr wieder mit von der Partie. Dabei waren Ranner Reini, als Ausbilder, und die Kursteilnehmer Marc Oberluggauer, Pascal Oberluggauer und Christian Winkler.

Beim ersten Anblick des Gebietes stellte sich uns allen zuerst mal die Frage wo denn in diesem Blockgelände die Klettertouren versteckt sein sollen. Schon am zweiten Tag wurde mit der Suche nach Antworten begonnen. Gleich am Vormittag gingen wir auf Klettertour. Erklommen wurde der Nordwestgrat auf die Hohe Leier. Als eines der wichtigsten Utensilien erwies sich dabei die Sonnencreme, welche über die ganze Kursdauer unverzichtbar war. Das Wetter war nämlich während der ganzen Woche perfekt. Nach der Tour wurden dann Seiltechnik und Standplatzbau geübt.

Der zweite Tag startete ebenso wie der erste mit einer Tour, wobei sich an diesem Tag unsere Gruppe trennte. Marc kletterte gemeinsam mit Gerhard von unseren Heiligenbluter Freunden eine der knackigsten Touren unseres Kursgebietes. Begleitet wurden Sie von den Ausbildern Karger Franz und Ranner Reini. Eine weitere Seilschaft bestehend aus zwei starken Kletterern schloss sich dieser Truppe an. Pascal und ich erkletterten an diesem Vormittag die Kleine Leier über den Südostgrat. Nach dem Mittagessen in der Reißeckhütte wurde dann wieder Seiltechnik (Einmann-Bergetechnik, Flaschenzüge, etc) geübt.

Die restlichen Tage bis zur Prüfung wurden dann die prüfungsrelevanten Techniken erlernt bzw immer weiter verfeinert. Erste Hilfe und Wetterkunde kamen natürlich auch nicht zu kurz. Die Stunde der Wahrheit schlug dann am Donnerstag – Prüfungstag. Gezapft wurde Vorsteigersturz, Expressflaschenzug mit anschließendem Umbau auf Seilrollenflaschenzug, Seilrolle und Selbstseilrolle sowie Standplatzbau. Nachdem alle erfolgreich die Überprüfung hinter sich gebracht hatten, stand der restliche Tag zur freien Verfügung. Pascal und ich legten eine kleine Laufeinheit aufs Riekentörl ein. Marc versuchte ein letztes Mal eine bisher noch nicht gekletterte Sportklettertour abzuholen. Dieses Projekt muss aber wohl oder übel an die nächsten Kursteilnehmer übergeben werden.

Am letzten Kurstag wurde noch eine Bergeübung durchgeführt. Übungsannahme war, dass sich eine verletzte Person in der Ausstiegslänge am Seekopf befindet. Verdacht auf Schulterluxation lag vor. Ein Retter wurde zum Verletzten abgeseilt. Nach der Erstversorgung des Verunfallten in der Wand wurden beide mittels Mannschaftsflaschenzug geborgen. Es zeigte sich wieder einmal wie wichtig gezielte Kommunikation und Zusammenarbeit im Einsatzfall sind.

Mit der gemeinsamen Talfahrt ging dann eine sehr gelungene und lehrreiche Kurswoche zu Ende.

[Christian Winkler]



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